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Planen Sie eine Reise nach Apulien in Italien? Diese süße Spezialität sollten Sie unbedingt probieren! Es heißt Pasticciotto und ist für die Bewohner des Salento genauso typisch wie die Pizza für Neapel oder das Tiramisu für Treviso. Das knusprige Gebäck, gefüllt mit zarter Vanillecreme, wird hier schon seit Jahrhunderten gebacken und gehört bis heute zu den beliebtesten Frühstücksspeisen.

Was ist ein Pasticciotto?

Ein Pasticciotto ist ein kleines, ovales Gebäck aus Mürbeteig (Pasta frolla), das mit einer dickflüssigen Konditorcreme (Crema pasticcera) gefüllt ist. Vor dem Backen wird es mit Ei bestrichen, wodurch es seine typische goldgelbe Farbe und glänzende Oberfläche erhält.

Auf den ersten Blick erinnert es an ein kleines Gebäck, doch im Inneren verbirgt sich eine samtig-cremige Füllung. Die Italiener genießen es zum Cappuccino oder Espresso, und die meisten Einheimischen behaupten, dass es noch warm am besten schmeckt. Genau so wird es in den lokalen Konditoreien in der gesamten Provinz Lecce serviert.

Die örtlichen Konditoreien backen daher schon früh am Morgen die ersten Chargen, und es ist keine Seltenheit, dass sie bereits am Vormittag fast ausverkauft sind.

Woher stammt das Pasticciotto?

Als Wiege des Pasticciotto gilt die Stadt Galatina in der Region Salento. Einer traditionellen Legende zufolge entstand das Dessert im Jahr 1745 in der Konditorei von Andrea Ascalone. Dem Konditor blieben nach der Zubereitung größerer Torten noch etwas Teig und Creme übrig, und so formte er daraus kleine ovale Törtchen. Unerwarteterweise wurden sie zu einem riesigen Hit, und ihr Rezept verbreitete sich schnell in ganz Südapulien. Obwohl Historiker über einige Details der Entstehung diskutieren, gilt Galatina bis heute als Heimat des Pasticciotto.

Gibt es auch andere Geschmacksrichtungen?

Das ursprüngliche Rezept enthält lediglich Mürbeteig und Vanillecreme, doch heute gibt es zahlreiche Varianten. Beliebt sind beispielsweise Füllungen mit Pistaziencreme, Schokolade, Ricotta, Amarena-Kirschen, Zitronencreme oder Haselnusscreme. In einigen Konditoreien werden sogar saisonale Varianten mit Obst oder spezielle Kombinationen für Feste und Festivals zubereitet.

Pasticciotto

Pasticciotto

Pasticciotto Obama

Eine der interessantesten modernen Varianten ist das sogenannte Pasticciotto Obama. Es entstand während des Besuchs des ehemaligen US-Präsidenten in Apulien und verwendet anstelle von hellem Teig Kakaoteig. Auch die Füllung besteht aus Schokolade, sodass es sich um ein deutlich reichhaltigeres Dessert als die klassische Version handelt. Heute wird es in vielen Konditoreien in der Umgebung von Lecce verkauft und stellt für Touristen eine interessante Alternative zum traditionellen Rezept dar.

Wo kann man das Pasticciotto probieren?

Das beste Erlebnis bietet natürlich die Region Salento. Das Pasticciotto findet man in fast jeder Konditorei oder jedem Café in Städten wie Lecce, Galatina, Gallipoli oder Otranto. Wer die wirklich traditionelle Variante probieren möchte, sollte früh am Morgen aufstehen. Genau dann ist das Gebäck am frischesten und wird von den Einheimischen als das beste angesehen.

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